Dienstag, 25. Juni 2013

Am Anfang war der Speck....

Ich war nie eines dieser schönen dünnen Mädchen, die essen können was sie wollen. Ich saß in der Schule neben ihnen, lutschte lustlos auf einem Vollkornbrötchen mit Käse rum und sah zu wie sie in eine dicke fette Leberkässemmel bissen und dazu Cola tranken. Ich glaub das hat nichts mit gutem Stoffwechsel zu tun sondern mit Wanderkalorien, denn so sehr ich mich auch bemühte irgendwie bekam ich ihre Kalorien ab.

Man muss jetzt fairerweise erwähnen das ich auch keines der ganz dicken Mädchen war und bin. Aber eben genau irgendwo dazwischen und chronisch unzufrieden mit mir selbst. Wenn du dich selbst zu dick findest aber nicht zu den "fetten" Mädchen zählst darfst du ja auch ansich gar nicht jammern. Da bekommst du gesagt das du eh nicht dick bist und dich nicht so anstellen und nach Komplimenten haschen sollst. Dennoch hat man das Recht sich nicht wohl zu fühlen. Ich bin gerade an einem Punkt an dem ich mich sehr sehr unwohl fühle.
In Finnland habe ich viel Frustgenascht und leider sieht man das nun sehr stark auf meinen Hüften und auch sonst fühl ich mich einfach grad wie ein kleiner dicker Moppel. Ich war am Wochenende auf einem Fest mit Freunden und bei den Fotos von mir ist mir wirklich anders geworden. Ich weiß das es als Fotograf komisch ist sich vor Kameras zu verstecken aber ich fand die Fotos, die am Wochenende von mir gemacht wurden dermaßen unvorteilhaft das ich meine Freundin bat sie aus dem Internet zu nehmen.
Da war für mich endgültig der Punkt erreicht das ich was ändern mag. Seit ich wieder in Österreich bin sind schon 2-3 Kilo vom Finnlandfett durch "normales" Essen gefallen aber es sind immer noch viel zu viele da. Deswegen hab ich mich die letzten Tage sehr mit Ernährungskonzepten und Sportideen beschäftigt. Es geht nicht um eine Hungerkur oder Diät mit YoYo-Effekt sondern um eine bewusste und konsequente Ernährungsumstellung und genug sportliche Betätigung. Ich bin der Unsportel in Person und wurde in der Schule regelmäßig dafür gehänselt aber das soll keine Ausrede fürs Leben werden. Ich mag mich einfach langsam rantasten, sodass ich sportlicher werde aber nicht gleich den Mut verliere weil ich das Gefühl habe zu scheitern.

Dieser Blog ist auch ein Teil meiner Specktherapie, ich weiß nicht ob er für irgendwen sonst interessant ist aber für mich ist drüber reden oder auch schreiben irgendwie motivierend und bringt mich dazu Dinge zu reflektieren.


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