Frühstück war ansich noch nicht sooo das Problem. Anstatt laktosefreier Milch gabs Reismilch zu den Haferflocken und Bio-Fairtrade-Kakao...der is zwar nicht ganz "regelkonform" wegen dem Rohrohrzucker aber noch mehr vertretbar als viele andere Sachen und ich mag nicht das meine Mama hier alle möglichen teuren Sachen für mich kaufen muss.
Mittagessen durfte ich selbstkochen und meine Mama hat sogar mitgegessen. Süßkartoffeln mit Zucchini und Paprika angebraten in der Pfanne gewürzt mit Knoblauch, Ingwer und Berbere - einem afrikanischen Gewürz von Sonnentor. Es ist leicht süßlich und passt daher gut zu den Süßkartoffeln. Dazu gabs einen Kleks Kürbispesto.
Erstaunlich ist, dass sobald man etwas nicht essen darf rapiden Heißhunger drauf kriegt. Noch gestern waren die MilkyWayChrispyRolls nicht sooo spannend für mich aber heute wollte ich nichts lieber essen als diese Schokoröllchen. Verkehrte Welt. Aber brav standhaft geblieben. Wenn ich sage, dass ich jetzt vegan esse schauen mich alle an als ob ich beschlossen hätte mich ab sofort nicht mehr unter den Achseln zu rasieren. Ich finds nicht so schlimm wenn ich daheim bin aber wenn man unterwegs ist ist es echt hart. Und gleich am ersten Tag kam die volle Härteprobe. Wir sind abends zu unserem Lieblingsfischhütterl am See gefahren. Flusskrebse und Räucherforelle zum Reinlegen. Aber leider halt wirklich gar keine Alternative für mich. Meine Mama hat gemeint ich soll einfach noch mal genießen und halt erst morgen anfangen. Doch irgendwie wollte ich das nicht...sonst schieb ichs noch einen Tag und noch einen und noch einen auf. Der 1. war ein gutes Datum für mich also gabs halt die veganen Alternativen die auf der Karte standen für mich: Gemischter Salat und eine Portion Kartoffeln. Beides in Beilagengröße und auch wenn ichs meinen Tischnachbarn nicht merken lassen wollte, ich war danach noch echt hungrig und das die anderen dann noch ein geiles Schokomousse als Dessert hatten, machte meine Situation nicht leichter. Egal, mein Bauch war zwar nicht glücklich aber ich war dennoch ein bisschen Stolz das ich durchgehalten habe und nicht gleich am ersten Tag eingeknickt bin.
In diesem Sinne, schnell ins Bett bevor die nächtliche Fressattacke zuschlägt.
